Unternehmen handeln häufig zu spät

Viele Firmen erkennen die Tatsache, dass ihr Know-how nicht ausreichend geschützt ist erst zu einem Zeitpunkt, wenn bereits Schäden durch Imitationen eingetreten sind. Dann ergreifen sie Maßnahmen, die sich zumeist auf rechtliche Aktivitäten beschränken. Bislang wird der Schutz vor Produktpiraterie von den wenigsten Unternehmen ganzheitlich betrachtet.

Dabei zeigt sich in der Praxis oftmals, dass Unternehmen, die über die gewerblichen Schutzrechte hinaus auch technische und strategische Maßnahmen anwenden, den Schutz ihres geistigen Eigentums deutlich erfolgreicher und effizienter aufbauen als andere. Diesen Eindruck unterstreicht eine Studie des Fraunhofer IPK, wonach Unternehmen das größte Lösungspotential zum Schutz vor Produktimitationen im Einsatz von Sicherheitstechnologien sehen. Juristischen Maßnahmen werden eher geringe Erfolgsaussichten attestiert.

Maßnahmen mit dem höchsten Lösungspotential zum Schutz vor Produktimitationen

(Quelle: Studie »Marken- und Produktpiraterie 2006«, Fraunhofer IPK)

Sicherheitstechnologien können mit den zukünftigen Produktinnovationen verschmolzen und zu einem erfolgreichen Abwehrmechanismus kombiniert werden. Dies allerdings setzt das frühzeitige Erkennen der Problemsituation und Einleiten von Gegenmaßnahmen voraus. Bestenfalls werden Schutzmechanismen bereits in der Entwicklungsphase des Produkts bedacht und implementiert.